Im Wald da sind die Räuber !

Von wegen Räuber, aber ehrlich gesagt, es war uns ziemlich mulmig zumute, als der Bus vom Gymnasium Markt Schwaben am Parkplatz an der Ulrichskapelle vorfuhr. 48 Schülerinnen und Schüler wollten uns im Lehrrevier besuchen und alle waren mitten im schönsten Teenie-Alter, so 14 / 15. Ob das gut geht?
Schüler aus drei achten Klassen hatten zum Projekttag einen Besuch im Wald gewählt. Rainer Braun und seine Jäger heißen sie herzlich willkommen.
Die Erwartungen sind groß, auf beiden Seiten.

Der Bus kommt an

48 Schülerinnen und Schüler

Ganz schön viele Leute

Doch kaum waren die Jungs und Mädels aus dem Bus gestiegen und haben sich zum Gruppenbild aufgestellt, waren alle unsere Bedenken verflogen. Eine richtig nette Truppe ist das.
Lehrkräfte

Kein Wunder, schließlich hat Monika Nafziger den Ausflug ins Grüne organisiert. Sie ist Biologielehrerin und die Tochter unseres Vorsitzenden.
Zusammen mit zwei Kollegen hat sie die Klassen begleitet. Da kann gar nichts schief gehen.

Wir haben drei Stunden Zeit, um im Wald auf Entdeckungsreise zu gehen. Also nichts wie los.
Erster Programmpunkt: Die Jägerprüfung.

Alle sind für zwei Minuten ganz still und lauschen auf die Geräusche im Wald
Ganz schön schwierig das Silentium - zwei Minuten dauern eine Ewigkeit.
Aber alle haben durchgehalten und vom Vogel bis zum Flugzeug jede Menge Geräusche gehört.

Jägerprüfung

auf dem Weg zur Waldlehrfläche

Dann geht's zu unserer neuen Waldlehrfläche.
Dort gibt es gleich die erste Aufgabe zu lösen. Die Schüler sollen anhand einer Beschreibung verschiedene Baumarten finden. Ausgestattet mit einem "Waschzettel" machen sich die einzelnen Gruppen auf den Weg. Buche, Tanne, Eiche, Lärche, Vogelbeere, Ahorn. Mit Hilfe der Beschreibung und ein paar Tipps können alle gefunden werden.

Das muss die Esche sein, oder? Auf jeden Fall ist es gut, dass die Bäumchen auf unserer Lehrfläche noch so klein sind, da kann man die Blätter richtig studieren. Anschließend geht es auf die Suche nach den gefunden Arten im Hochwald.

Bäume erkennen und finden

eine Esche

Sind das Vogelbeeren?

Nach so viel Anstrengung gibt es eine Runde Entspannung. Nicht ungefährlich das Ganze, denn jetzt müssen alle die Augen verbinden. Nur Rainer Braun darf gucken, schließlich führt er die Schlange an.

Blindlings durch den Wald

Auf Abenteuer

Wer hätte gedacht, dass der gemähte Pfad entlang des Wildackers so abenteuerlich sein kann. Der Spass jedenfalls ist riesengroß. Nach überstandenem Blindflug treffen wir uns an der Forststraße und weiter geht's zur Wildacker-Demofläche, dem Schlemmerland für Waldbewohner.

Treffpunkt Forstweg

Was fressen die Rehe am liebsten?

Wie unterscheidet man Tanne und Fichte?

Nach Wissenswertem über Äsungspflanzen und Deckung für Reh und Hase, teilen wir uns in zwei Gruppen. Die einen schauen sich die Nadelbäume näher an: Fichte, Tanne, Douglasie und wie man sie erkennen und unterscheiden kann. Die anderen kriechen durchs Gebüsch, sozusagen ins Wohnzimmer der Rehe, um ein wenig über den Lebensraum der Waldbewohner zu erfahren.
Die Schüler finden die Geschichten spannend, jedenfalls sind sie mucksmäuschen still beim Zuhören und dann gibt es natürlich noch viele Fragen zu beantworten.

Neugierig auf Wissenswertes vom Rehwild

aufmerksame Zuhörer

Bei der nächsten Station wollen wir den Wald mit allen Sinnen erleben. Dazu hat Rainer Braun allen einen kleinen Taschenspiegel ausgeteilt. Wieder machen wir eine lange Schlange und ab gehts durch den Wald.

Den Wald mit allen Sinnen erleben alle dem Rainer nach

Auf der Hinrunde halten alle den Spiegel unter die Augen, so sehen wir nur noch die Baumkronen. Ausprobieren lohnt sich, denn man hat das Gefühl durch die Baumkronen zu wandeln.
Auf dem Weg zurück, wird der Spiegel über den Augen angelegt, der Blick fällt so auf den Waldboden.

Gang durch die Baumkronen

Gang über den Waldboden

Höchste Zeit, sich auf den Weg zur Jagdhütte zu machen. Unterwegs erklärt Rainer Braun noch den Lebensraum von Fuchs, Dachs und Marder. Dazu haben wir ein paar Präparate mitgebracht.

Auf der Suche nach dem Fuchsbau

Marder

Schließlich ist noch eine letzte Aufgabe zu lösen: Entlang einer Schnur, die zwischen die Bäume gespannt ist, müssen die Schüler alles mögliche entdecken: Dinge, die in den Wald gehören, wie Federn, Knochen, Blätter oder Kastanien und Sachen, die nicht in den Wald gehören, wie den alten Joghurtbecher, die Patronenhülse, die Zigarettenschachtel oder die Coladose.
Nach 2 1/2 Stunden Fussmarsch ist es dann geschafft, wir haben die Hütte erreicht.

Wer findet was?

Spurensuche im Wald

Brotzeit an der Hütte

Hier wartet eine deftige Brotzeit auf die Wanderer. Unser Vorsitzender hat Getränke, Würstel und Brezen spendiert. Mit großem Appetit genießen alle den wunderschönen Tag im Wald.

Essen fassen

Das tut gut !

Zum Abschluss sind dann auch noch unsere Bläser gekommen und haben den Schülern gezeigt, was Jagdkultur bedeutet. Hörner sind immer faszinierend, dementsprechend groß war die Begeisterung.
Schön wars, das kann man mit Sicherheit sagen. Unsere Bedenken wären nicht nötig gewesen, aber kaputt waren wir schon nach diesen drei Stunden im Wald.

Geschafft !