Ohne Fleiß kein Preis

Wir haben sie vorgewarnt, unsere Jagdkursteilnehmer: Der Reviertag im November, der wird mühsam. Denn da steht Waldbau-Praxis auf dem Programm, genauer gesagt, die endgültige Fertigstellung unserer Waldlehrfläche. Wir sind im Zeitdruck, zwei Tage später soll der Pressetermin stattfinden. Die Jagdschüler lassen sich davon nicht abschrecken. Am Samstag, den 7. November, stehen sie pünktlich um 08:00 Uhr vor der Jagdhütte, bereit zu einem größeren Arbeitseinsatz. Das Engagement hat sich gelohnt. Doch fangen wir von vorne an:

so sah es vorher aus

Am Anfang ist da eine ziemlich große Fläche mit kleinen, noch recht unspektakulären Bäumen und Sträuchern. Die Fläche ist stark verunkrautet, denn dem Wildwuchs sind wir im Sommer nicht mehr Herr geworden. Jetzt soll die ganze Fläche mit Rindenmulch abgedeckt werden, um so eine Verunkrautung zu verhindern. Außerdem ist die Fläche dann auch bei schlechtem Wetter gut begehbar.

Am Anfang sind da auch zwei riesige Haufen mit Rindenmulch, den haben die Bayerischen Staatsforsten, unser Grundeigentümer, der Forstbetrieb München, spendiert.
Außerdem dabei: 5 Sicheln, 2 Sensen, 1 Rasenmäher, viele Schaufeln und 5 Schubkarren. Und eine fleißige Mannschaft natürlich.

schuften im Akkord

der verflixte Rasenmäher

Während die einen das Unkraut rund um Bäume und Sträucher absicheln machen sich die anderen an die vergrasten Wege. Viel Geduld ist notwendig, den alten Rasenmäher auf Trab zu halten. Aber Horst hat das Vehikel voll im Griff.

In Windeseile ist das Unkraut aus der Fläche geschafft. Jetzt soll auf der ganzen Fläche Rindenmulch ausgebracht werden.
Da sind die Sportsleute gefragt, denn die langen Rindenstücke verhaken sich ständig und das Schaufeln wird zur Schwerarbeit.

noch sind die Haufen groß

ran an die Schaufeln

Die Schubkarrenfahrer sind unwahrscheinlich schnell. Kaum ist eine Karre voll, wartet schon der nächste auf seine Ladung. Wir arbeiten fast im Akkord, Verschnaufpause ist da nicht drin. Nur gut, dass wir uns abwechseln, so ist jeder mal mit schaufeln dran und jeder mal mit ausliefern.

Ran an die Schaufeln ! Wir lassen uns nicht unterkriegen und bieten vollen Einsatz.

ein Berg von Rindenmulch

weiter geht's

Draußen auf der Fläche wird die Ladung Rindenmulch dick ausgebreitet. Ob wir genug davon haben? Zuerst werden die Inseln rund um die Bäume und Büsche befüllt, dann Wege angelegt. Schon wächst die Mulchschicht sichtbar, nur die Haufen mit Rindenmulch wollen und wollen nicht kleiner werden.

Ausbringen von Rindenmulch

An den Haufen

Wir sind ziemlich abgekämpft und die Puste geht uns aus. Doch dann packen wir alle noch einmal richtig an und nach zwei einhalb Stunden Knochenarbeit ist es geschafft. Zufrieden kehren wir die letzten Reste vom Rindenmulch zusammen.
Fertig ist unsere Waldlehrfläche aber noch nicht. Jetzt kommt erst noch das Wichtigste: Die Beschriftung.

Endspurt

Die Schreiner der Justizvollzugsanstalt Stadlheim haben die Holzrahmen für die Informationsschilder gebaut: Wunderschöne Kästen mit Klappdeckel und einem Schiebefalz für die Infotafel. Herzlichen Dank für die tolle Arbeit.

Gewusst wie! Die Schubkarre, gefüllt mit Rindenmulch dient als Untersatz beim Einschlagen der langen Pfosten. Dann werden die Tafeln an die Pfosten geschraubt.

Endlich können die vorbereiteten Infotafeln eingeschoben werden.

Nach vier Stunden schwerem Arbeitseinsatz ist es getan: Die Fläche ist fertig für die Presseveranstaltung.
Wir sind ziemlich kaputt und mächtig stolz über das, was wir geschafft haben. Ohne das Engagement der Jagdkursteilnehmer wäre das so nie gelungen. Vielen Dank!
Auf jeden Fall kann sich unsere Waldlehrfläche jetzt sehen lassen.